Farben & Lacke für mineralische Untergründe
Hochwertige Grundierungen, Farben und Lacke für mineralische Untergründe im Innen- und Außenbereich. Ob Beton, Putz, Ziegel, Naturstein oder Estrich – mineralische Oberflächen stellen besondere Anforderungen an eine Beschichtung: Sie sind porös, saugfähig und oft alkalisch. Unser Sortiment umfasst speziell abgestimmte Tiefgründe, Imprägnierungen und Endlacke, die auf diesen Untergründen dauerhaft haften und zuverlässig schützen.
Häufig gestellte Fragen
Was zählt alles zu mineralischen Untergründen?+
Zu mineralischen Untergründen zählen alle Oberflächen auf Basis von Zement, Kalk oder Gips: Beton, Stahlbeton, Sichtbeton, Putz (Kalk-, Zement- und Gipsputz), Mauerwerk aus Ziegel oder Kalksandstein, Estrich, Naturstein und Faserzementplatten. Auch Betonfertigteile, Garagen, Kellerböden und Haussockel gehören dazu.
Brauche ich auf mineralischen Untergründen immer eine Grundierung?+
In den meisten Fällen ja. Mineralische Untergründe sind porös und saugfähig – ohne Tiefgrund oder Imprägnierung saugt der Untergrund den Endlack auf, die Haftung ist ungleichmäßig und die Beschichtung wird fleckig. Auf dichten, glatten Betonoberflächen kann in Einzelfällen direkt gestrichen werden, aber der Tiefgrund ist generell die sicherere Wahl.
Was ist der Unterschied zwischen Tiefgrund und Silikonimprägnierung?+
Ein Tiefgrund wie Hydropol Tiefgrund dringt tief in den Untergrund ein, verfestigt sandende oder kreidende Oberflächen und schafft eine gleichmäßig saugende Basis für den Folgebeschichtung. Eine Silikonimprägnierung wie Rucosil oder Rucoperl dagegen macht die Oberfläche wasserabweisend, ohne einen sichtbaren Film zu bilden – sie schützt vor eindringender Feuchtigkeit, lässt aber Wasserdampf von innen nach außen durch. Tiefgrund ist die Basis vor dem Anstrich, Imprägnierung ist ein eigenständiger Schutz ohne Folgeanstrich.
Kann ich Sichtbeton versiegeln, ohne den Charakter zu verändern?+
Ja. Mit einem farblosen 2K-Klarlack wie Rucopur Außen- & Innenlack oder dem Waterpur Siegel Klarlack können Sie Sichtbeton matt oder seidenmatt versiegeln. Die Betonoptik bleibt vollständig erhalten, die Oberfläche wird aber gegen Schmutz, Feuchtigkeit und chemische Einflüsse geschützt. Bei Sichtbeton im Innenbereich empfehlen wir den geruchsarmen Waterpur Siegel Klarlack auf Wasserbasis.
Welche Trocknungszeit muss frischer Beton oder Putz haben?+
Frischer Beton sollte mindestens 28 Tage aushärten, bevor eine Beschichtung aufgetragen wird. Bei Putz gelten je nach Dicke und Zusammensetzung 2 bis 4 Wochen. Entscheidend ist die Restfeuchte: Sie muss unter 4 % liegen (messbar mit einem CM-Messgerät). Wird zu früh beschichtet, schließt die Farbe Feuchtigkeit ein – es kommt zu Blasenbildung, Abplatzungen und Ausblühungen.
Wie schütze ich einen Haussockel gegen aufsteigende Feuchtigkeit?+
Haussockel sind durch Spritzwasser und kapillar aufsteigende Bodenfeuchtigkeit besonders belastet. Hier empfehlen wir eine Silikonimprägnierung wie Rucosil Silikonimprägnierung, die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit wirkungsvoll absperrt und gleichzeitig den Wasserdampfdurchgang erhält. Bei stark beanspruchten Sockeln kann zusätzlich ein Endanstrich mit einem diffusionsoffenen Fassadenlack sinnvoll sein – passende Produkte finden Sie in unserer Kategorie Fassadenfarben.
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Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Tiefgrund ist Pflicht – mineralische Untergründe sind porös und saugfähig
- ✓ 2-Schichten-Aufbau: Grundierung/Tiefgrund + Endlack oder Versiegelung
- ✓ Silikonimprägnierung als Alternative – wasserabweisend ohne sichtbaren Film
- ✓ Frischer Beton: mindestens 28 Tage aushärten lassen vor dem ersten Anstrich
- ✓ Marke: Ruco – Hydropol, Rucosil, Rucoperl, Waterpur, Rucopur
Warum mineralische Untergründe besondere Beschichtungen brauchen
Beton, Putz und Mauerwerk sind offenporig – sie saugen Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm. Gleichzeitig sind frische mineralische Untergründe stark alkalisch (pH-Wert bis 13), was viele herkömmliche Lacke und Farben angreift. Ohne passende Grundierung wird der Endlack ungleichmäßig aufgesaugt, haftet schlecht und blättert nach kurzer Zeit ab. Hinzu kommen typische Probleme wie Ausblühungen (weiße Salzablagerungen), sandende Oberflächen und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit bei Kellerböden und Haussockeln.
Beschichtungen für mineralische Untergründe müssen daher drei Eigenschaften vereinen: Alkalienbeständigkeit, damit sie auf dem frischen Untergrund nicht zersetzt werden, tiefe Penetration in die poröse Struktur für eine dauerhafte mechanische Verankerung und Diffusionsoffenheit, damit Feuchtigkeit aus dem Untergrund entweichen kann, ohne die Beschichtung abzudrücken.
Der 2-Schichten-Aufbau für mineralische Untergründe
Ein professioneller Beschichtungsaufbau auf mineralischen Flächen besteht aus zwei Komponenten. Sie finden sie in unserem Sortiment als eigene Unterkategorien:
| Schicht | Funktion | Kategorie |
| 1. Grundierung | Tiefengrund, Verfestigung, Saugausgleich | Grundierungen |
| 2. Endlack | Versiegelung, Farbgebung, Schutz gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung | Endlacke |
Als Tiefgrund empfehlen wir den bewährten Hydropol Tiefgrund – er dringt tief in sandende oder kreidende mineralische Untergründe ein und verfestigt sie zuverlässig. Für besonders anspruchsvolle Flächen, bei denen eine hohe chemische Beständigkeit gefordert ist, eignet sich der Waterpur Einlassgrund auf 2K-Wasserbasis. Als Endlack stehen farblose Versiegelungen wie Rucopur Außen- & Innenlack 2K (lösemittelbasiert) oder der geruchsarme Waterpur Siegel Klarlack (wasserbasiert) zur Verfügung.
Imprägnierung statt Anstrich – die unsichtbare Alternative
Nicht immer ist ein sichtbarer Farbanstrich gewünscht. Bei Sichtbeton, Naturstein, Klinker oder historischem Mauerwerk soll die Oberfläche ihre natürliche Optik behalten – aber trotzdem vor Feuchtigkeit geschützt werden. Hier kommen Silikonimprägnierungen zum Einsatz:
| Produkt | Wirkung | Ideal für |
| Rucosil Silikonimprägnierung | Wasserabweisend, sperrt kapillar aufsteigende Feuchtigkeit | Haussockel, Kellermauerwerk, Fassaden |
| Rucoperl 118wv Schutzimprägnierung | Verhindert Ausblühungen, wasserabweisend, diffusionsoffen | Sichtbeton, Naturstein, Klinker, Pflaster |
| Rucopur 1K-Sealer | Farblose Versiegelung mit leichter Anfeuerung | Sichtbeton-Architektur, Betonmöbel, Betonarbeitsplatten |
Typische Anwendungen
| Anwendung | Empfohlenes Produkt | Hinweis |
| Sichtbeton innen versiegeln | Waterpur Siegel Klarlack | Geruchsarm, matt oder seidenmatt |
| Sichtbeton außen versiegeln | Rucopur Außen- & Innenlack 2K | UV-stabil, witterungsbeständig |
| Haussockel imprägnieren | Rucosil Silikonimprägnierung | Sperrt aufsteigende Feuchtigkeit |
| Naturstein/Klinker schützen | Rucoperl 118wv Schutzimprägnierung | Verhindert Ausblühungen |
| Kellerböden, Garagenboden | Waterpur Einlassgrund + Endlack | Siehe auch Bodenbeschichtung |
| Fassade streichen | Tiefgrund + Fassadenfarbe | Siehe Kategorie Fassadenfarben |
| Betonarbeitsplatte versiegeln | Rucopur 1K-Sealer | Leichte Anfeuerung, farblos |
Marken in unserem Sortiment für mineralische Untergründe
- Ruco – komplettes Produktprogramm: Hydropol (Tiefgründe), Rucosil & Rucoperl (Silikonimprägnierungen), Waterpur (2K-Wasserlacke), Rucopur (2K-PUR-Klarlacke)
? Tipp aus der Praxis
Testen Sie vor dem Anstrich die Saugfähigkeit des Untergrunds mit dem Wassertest: Spritzen Sie etwas Wasser auf die Fläche. Wird es innerhalb von Sekunden aufgesaugt, ist der Untergrund stark saugend – zwei Durchgänge Tiefgrund sind nötig. Perlt das Wasser ab, wurde bereits imprägniert oder der Untergrund ist sehr dicht – dann kann der Endlack oft direkt aufgetragen werden. Die genauen Verbrauchsangaben entnehmen Sie dem technischen Merkblatt des jeweiligen Produkts.
Die 5 häufigsten Fehler bei mineralischen Untergründen
- 1Zu früh beschichtet: Frischer Beton oder Putz muss mindestens 4 Wochen aushärten. Wird zu früh gestrichen, führt eingeschlossene Feuchtigkeit zu Blasen, Abplatzungen und Ausblühungen.
- 2Tiefgrund weggelassen: Auf sandenden oder stark saugenden Untergründen fehlt ohne Tiefgrund die Verankerung. Der Endlack blättert flächig ab.
- 3Nicht-diffusionsoffene Beschichtung verwendet: Auf mineralischen Untergründen muss Feuchtigkeit aus dem Untergrund entweichen können. Dampfdichte Lacke erzeugen Druck von innen – die Beschichtung wird abgedrückt.
- 4Ausblühungen überstrichen: Weiße Salzablagerungen auf der Oberfläche müssen vor dem Anstrich restlos entfernt werden. Wird darüber gestrichen, löst sich der Lack zusammen mit dem Salz ab.
- 5Bei Frost oder Nässe gestrichen: Mineralische Untergründe müssen trocken sein und die Temperatur muss über 10 °C liegen. Feuchtigkeit und Frost verhindern die ordnungsgemäße Trocknung und Vernetzung des Lacks.
Vorbereitung und Hilfsmittel
Vor dem Beschichten muss der mineralische Untergrund sauber, trocken und tragfähig sein. Lose Teile, Staub, Mörtelreste und Ausblühungen werden mit Bürste oder Hochdruckreiniger entfernt. Sandende Oberflächen werden mit Tiefgrund verfestigt. Risse und Fehlstellen können mit geeignetem Spachtelmaterial ausgebessert werden.
Für die Verarbeitung stehen verschiedene Methoden zur Wahl: Pinsel und Rollen für kleinere Flächen, Spritztechnik für große Fassaden- und Wandflächen. Bei lösemittelbasierten Produkten wie Rucopur ist eine geprüfte Atemschutzmaske Pflicht.