Fassadenfarben
Fassadengestaltung leicht gemacht mit unseren hochwertigen Fassadenfarben und Grundierungen. UV-beständige Farben in weiß und farbig erhältlich. Eine professionell beschichtete Fassade schützt das Mauerwerk vor Witterung, Algen und Schadstoffen – und gibt Ihrem Haus gleichzeitig ein gepflegtes, repräsentatives Erscheinungsbild. Vom Tiefgrund über Imprägnierungen bis zur selbstreinigenden Silikon-Fassadenfarbe finden Sie bei uns alles für einen langlebigen Außenanstrich.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fassadenfarbe ist am haltbarsten?+
Hochwertige Silikonharz-Fassadenfarben halten bei fachgerechter Verarbeitung 12 bis 15 Jahre. Selbstreinigende Varianten wie Rucosil Solar erreichen oft noch längere Standzeiten, weil sie deutlich weniger Algenbewuchs und Verschmutzung zeigen. Bei extremer Witterungsbelastung – Süd- und Westseiten, küstennahe Lagen, höhere Lagen – verkürzt sich der Renovierungs-Zyklus auf 8–10 Jahre.
Was ist der Unterschied zwischen Silikat-, Silikon- und Dispersionsfarbe?+
Silikatfarben sind mineralische Farben mit Wasserglas-Bindemittel, die sich chemisch mit dem mineralischen Untergrund verbinden. Sie sind extrem diffusionsoffen, aber nur auf mineralischen Untergründen einsetzbar. Dispersionsfarben sind kunststoffbasierte Anstriche, die einen Film auf der Oberfläche bilden – günstig, aber weniger atmungsaktiv. Silikonharz-Fassadenfarben kombinieren beide Welten: Sie bilden einen mikroporösen Film, der Wasser abweist, aber Wasserdampf entweichen lässt – die heute am häufigsten empfohlene Lösung.
Wie funktioniert eine selbstreinigende Fassadenfarbe?+
Selbstreinigende Silikon-Fassadenfarben wie Rucosil Solar nutzen den Lotus-Effekt: Die Oberfläche ist mikroskopisch strukturiert, sodass Wasser stark abperlt. Beim Abrollen nimmt das Wasser Schmutzpartikel, Staub und Pollen mit – die Fassade reinigt sich bei jedem Regenschauer von selbst. Zusätzlich werden Algen und Pilze auf der trockenen Oberfläche stark zurückgedrängt, weil sie keinen Nährboden finden. In der Praxis verlängert sich der Pflegezyklus deutlich.
Bei welcher Temperatur darf ich die Fassade streichen?+
Optimal sind 8 bis 25 °C Material- und Lufttemperatur. Unter 5 °C dürfen Sie keine wasserbasierten Fassadenfarben verarbeiten – die Filmbildung wird gestört. Bei über 30 °C oder direkter Sonneneinstrahlung trocknet die Farbe zu schnell und es entstehen Ansätze. Wichtig: 24 Stunden nach dem Anstrich keine Frostgefahr und kein Regen. Das bedeutet in Deutschland: Idealzeit ist von Mitte April bis Mitte Oktober, an trockenen Tagen.
Kann ich die Fassade auch selbst streichen oder brauche ich einen Maler?+
Bei einem Einfamilienhaus mit normalen Höhen ist die Eigenleistung absolut machbar – mit Gerüst (gemietet), guter Vorbereitung und ausreichend Zeit. Bei mehrstöckigen Gebäuden, schwierigen Untergründen (Schimmel, Algen, salzhaltige Ausblühungen) oder bei Wärmedämmverbundsystemen empfehlen wir einen erfahrenen Maler. Auch bei der Eigenleistung lohnt sich ein Beratungsgespräch zur Materialauswahl – die Wahl der falschen Farbe kann Tausende Euro an Renovierungskosten verursachen.
Mehr erfahren +
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ 2-Schichten-Aufbau – Grundierung plus Endanstrich
- ✓ Silikonharz-Fassadenfarben kombinieren Wasserabweisung mit Atmungsaktivität
- ✓ Selbstreinigende Fassadenfarbe mit Lotus-Effekt für Pflegeleichtigkeit
- ✓ Mineralische Rissfüller sanieren Putzrisse vor dem Anstrich
- ✓ Wartungszyklus: Qualitäts-Fassadenanstrich hält 10–15 Jahre
Warum Fassadenfarben besondere Eigenschaften brauchen
Eine Hausfassade ist die größte zusammenhängende Fläche eines Gebäudes – und gleichzeitig die am stärksten exponierte. Sie ist Schlagregen, Frost-Tau-Wechsel, intensiver UV-Strahlung, Hitzespitzen, Schadstoffen aus der Luft und biologischem Befall durch Algen und Pilze ausgesetzt. Eine normale Innenfarbe würde innerhalb eines Sommers verblassen, abblättern und die Fassade ungeschützt zurücklassen.
Hochwertige Fassadenfarben kombinieren drei Eigenschaften, die normale Wandfarben nicht haben: eine UV-stabile Pigmentbindung für lichtechte Farbtöne über viele Jahre, eine diffusionsoffene Beschichtung, durch die Wasserdampf von innen entweichen kann, und gleichzeitig einen niedrigen w-Wert, der Schlagregen draußen hält. Diese scheinbar widersprüchliche Kombination – Wasser raus, kein Wasser rein – ist der Maßstab für gute Fassadenfarben.
Der 2-Schichten-Aufbau für die Fassade
Eine professionelle Fassadenbeschichtung besteht aus zwei aufeinander abgestimmten Schichten, die Sie in unserem Sortiment als eigene Unterkategorien finden:
Als Grundierung steht je nach Untergrund eine passende Variante zur Verfügung: Hydropol Tiefgrund für sandende oder saugfähige Putzflächen, der Isoliergrund weiß bei Nikotin- oder Rußdurchschlag, der Rucosil Tiefgrund aktiv wv mit aktivem Algen- und Pilzschutz oder die Haft- und Isoliergrundierung als universelle Lösung. Bei besonders schwierigen Untergründen mit Algenbefall, salzhaltigen Ausblühungen oder starken Verfärbungen ist die richtige Grundierung der wichtigste Schritt überhaupt.
Welche Fassadenfarbe für welchen Untergrund?
Nicht jeder Putz und jede Wandkonstruktion verträgt sich mit jeder Farbe. Hier ein Überblick über die wichtigsten Beschichtungstypen:
| Farbtyp | Wasserabweisend | Atmungsaktiv | Ideal für |
| Dispersionsfarbe | Gut | Mittel | Standard-Putz, Wandflächen |
| Silikonharz-Fassadenfarbe | Sehr gut | Sehr gut | Premium-Beschichtung, alle Untergründe |
| Silikatfarbe (mineralisch) | Gut | Hervorragend | Denkmal, historische Putze |
| Reinacrylat-Fassadenfarbe | Sehr gut | Mittel | Sehr saugfähige Untergründe |
Silikonharz-Fassadenfarben wie unsere Antikmatt Silikon-Fassadenfarbe haben sich in den letzten Jahren als Standard durchgesetzt. Sie verbinden den Vorteil der wasserabweisenden Dispersionsfarbe mit der Atmungsaktivität einer Silikatfarbe und sind auf nahezu allen Untergründen einsetzbar. Bei der Renovierung historischer Gebäude oder denkmalgeschützter Fassaden sind allerdings reine Silikatfarben Pflicht – sie verbinden sich chemisch mit dem Untergrund und respektieren die ursprüngliche Bauphysik.
Selbstreinigende Fassadenfarbe – die Lotus-Effekt-Technologie
Ein besonderes Highlight unseres Sortiments ist die Rucosil Solar Fassadenfarbe selbstreinigend. Diese moderne Silikon-Fassadenfarbe nutzt den natürlichen Lotus-Effekt: Die Oberflächenstruktur ist mikroskopisch so aufgebaut, dass Wasser wie auf einem Lotusblatt abperlt – statt eine breite Pfütze zu bilden, bilden sich kleine Tropfen, die beim Abrollen Staub, Schmutz und Pollen mitnehmen.
In der Praxis bedeutet das: Eine selbstreinigende Fassade bleibt mit jedem Regenschauer länger sauber. Das Pflegeintervall verlängert sich deutlich, weil Algen und Pilze auf der trockenen Oberfläche keinen Nährboden finden. Für Hausbesitzer ist das ein konkreter Vorteil – eine 15 Jahre haltbare Fassade muss nicht alle 5 Jahre nachgereinigt werden.
Vorbereitung – die wichtigsten Schritte vor dem Anstrich
Die Vorarbeit entscheidet bei Fassadenfarben mehr als bei jeder anderen Beschichtung über die Lebensdauer:
| Schritt | Maßnahme | Empfohlenes Produkt |
| 1. Reinigen | Algen, Moos, Staub abwaschen | Hochdruckreiniger + Reinigungsmittel |
| 2. Risse füllen | Putzrisse sanieren, lose Stellen anböschen | Rucosilat mineralischer Rissfüller |
| 3. Imprägnieren | Saugfähige Stellen festigen | Rucosil Silikonimprägnierung wv |
| 4. Tiefgrund | Untergrund verfestigen und absperren | Hydropol Tiefgrund oder Rucosil Tiefgrund aktiv |
| 5. Endanstrich | 2 Schichten Fassadenfarbe | Antikmatt Silikon-Fassadenfarbe oder Rucosil Solar |
Bei stark verschmutzten oder algenbewachsenen Fassaden lohnt sich der Zwischenschritt der Silikonimprägnierung. Sie macht den Putz hochgradig wasserabweisend und schafft ideale Bedingungen für den nachfolgenden Endanstrich. Bei rissigen Fassadenflächen kommt der Rucosilat mineralische Rissfüller zum Einsatz – er verfüllt Putzrisse bis 3 mm Breite und schafft eine ebene Untergrundbasis.
Häufige Fassadentypen und passende Beschichtungen
| Untergrund | Vorbereitung | Empfohlene Farbe |
| Mineralischer Putz, neu | Karbonatisierung 4 Wochen, dann Tiefgrund | Silikatfarbe oder Silikonharz |
| Mineralischer Putz, alt | Reinigen, ggf. Risse füllen, Tiefgrund | Silikonharz-Fassadenfarbe |
| Wärmedämmverbundsystem | Reinigen, leicht angeschliffen | Silikonharz oder Reinacrylat |
| Bestehender Dispersionsanstrich | Tragfähigkeit prüfen, ggf. ablösen | Dispersion oder Silikonharz |
| Fassade mit Algenbefall | Algen entfernen, Tiefgrund aktiv | Rucosil Solar selbstreinigend |
| Beton-Fassade | Lose Teile entfernen, Imprägnierung | Silikonharz oder Reinacrylat |
| Holzhaus, Holzverkleidung | Anschleifen, ggf. Holzgrundierung | Rucocolor Haus- & Holzfarbe oder Lasur |
| Fachwerk | Putzbereiche und Holz getrennt behandeln | Silikatfarbe für Gefache, Holzlasur für Balken |
Bei Fachwerkhäusern und Holzfassaden lohnt sich auch ein Blick in die Kategorie Holzschutz und Holzfarben – für die Balkenbereiche werden andere Produkte benötigt als für die Putzgefache.
Marken in unserem Fassadenfarben-Sortiment
- Ruco – breite Produktfamilie für Fassaden: Rucosil-Silikon-Linie (Solar selbstreinigend, Silikonimprägnierung, Tiefgrund aktiv), Rucoperl-Schutzimprägnierungen, Rucosilat-Rissfüller, Rucocolor-Haus-&-Holzfarbe sowie Antikmatt-Silikon-Fassadenfarbe
- LACK.CENTER Eigenmarke – ergänzende Spezialprodukte wie Hydropol Tiefgrund, Isoliergrund weiß, Haft- und Isoliergrundierung sowie Seidenglanz-Dispersion
?? Tipp aus der Praxis
Bei der Auswahl der Fassadenfarbe nicht nur an die Farbe denken, sondern auch an den Hellbezugswert (HBW). Auf Wärmedämmverbundsystemen darf der HBW nicht unter 20 liegen – sonst überhitzt die Fassade in der Sommersonne und kann Risse bekommen. Praktisch gesehen: keine sehr dunklen Farben (Schwarz, Anthrazit, Dunkelbraun) auf gedämmten Fassaden. Helle Farben sind nicht nur sicherer, sondern auch energetisch günstiger.
Die 5 häufigsten Fehler beim Fassadenanstrich
- 1Algen einfach übergestrichen: Algen wachsen unter der Beschichtung weiter und führen zu Blasen, Verfärbungen und Abblätterungen. Vor dem Anstrich gründlich reinigen und mit aktivem Tiefgrund behandeln.
- 2Tiefgrund weggelassen: Auf sandende oder kalkende Putzflächen haftet die Endfarbe ohne Tiefgrund nicht. Wer hier spart, muss in 2–3 Jahren komplett neu streichen.
- 3Bei Frost oder Hitze gestrichen: Optimal sind 8 bis 25 °C, ohne Frostgefahr in den nächsten 24 Stunden. Bei direkter Sonneneinstrahlung trocknet die Farbe zu schnell, was Streifen und Bahnen erzeugt.
- 4Falscher Farbtyp zum Untergrund: Dispersionsfarbe auf einer historischen Silikatfassade lässt das Mauerwerk nicht mehr atmen. Im Zweifel zur diffusionsoffenen Silikat- oder Silikonharz-Fassadenfarbe greifen.
- 5Risse einfach überstrichen: Putzrisse, die mit Farbe überstrichen werden, sind nach dem nächsten Frost-Tau-Wechsel wieder offen. Mit mineralischem Rissfüller vorab sanieren – das hält dauerhaft.
Hilfsmittel für die professionelle Fassadenarbeit
Für große Fassadenflächen empfehlen wir die Airless-Spritztechnik von WAGNER – sie spart bei Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäusern viele Stunden gegenüber Rolle und Pinsel. Für kleinere Bereiche und Detailarbeit reichen hochwertige Pinsel und Rollen mit kurzem Flor. Eine geprüfte Atemschutzmaske ist beim Spritzauftrag Pflicht.
Für maximale Farbtreue mischen wir Ihren Wunschton in NCS, RAL oder nach Muster über unseren Farbton-Service. Ab einem Liter Bestellmenge sind nahezu alle Farbtöne realisierbar. Wer mit ähnlichen Sortimenten für die Innenräume kombinieren möchte, findet im Bereich Raumgestaltung abgestimmte Wandfarben.