Atemschutz
Die Kategorie Atemschutz bietet ein breites Sortiment an professionellen Atemschutzlösungen für Lackierer und Handwerker. Ob Halbmasken, Vollmasken oder Gebläsesysteme – hier steht Sicherheit und Komfort im Vordergrund.
Alle Produkte entsprechen gängigen DIN-Normen und bieten zuverlässigen Schutz vor Lacknebel, Staub und Dämpfen. Dank hochwertiger Materialien und ergonomischer Passform eignen sie sich ideal für den täglichen Einsatz in Werkstatt und Industrie.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Atemschutz ist für 2K-Lacke mit Isocyanaten Pflicht?+
Bei 2K-PUR-Lacken (Raptor, Atapur, Rucopur, Waterpur) sind Isocyanate enthalten, die hochsensibilisierend wirken. Hier ist mindestens ein Atemschutz mit Kombinationsfilter A2:P3 RD vorgeschrieben – besser ein fremdluftunterstütztes Atemschutzgebläse wie Sundström SR 500 oder Sata Air Star F. Eine einfache Halbmaske mit A1-Filter reicht nicht.
Wie lange hält ein Atemschutzfilter?+
Ungeöffnete Filter haben ein Verfallsdatum von 5 bis 6 Jahren. Sobald die Verpackung geöffnet ist, sind Gasfilter (A, B, E, K und ABEK) für 6 Monate verwendbar – Partikelfilter (P) länger. Während der aktiven Anwendung hängt die Standzeit von der Schadstoffkonzentration ab: Bei intensiver Spritzlackierung kann ein A2-Filter nach 8 Stunden gesättigt sein. Erstes Warnzeichen: Sie riechen oder schmecken den Lack durch den Filter. Dann sofort wechseln.
Was bedeutet A2P3 RD auf dem Filter?+
A2 steht für „organische Gase und Dämpfe, mittlere Klasse" – ideal für Lösemittel in Lacken. P3 ist die höchste Partikelfilter-Klasse und schützt vor Lacknebel und Schleifstaub. RD bedeutet „wiederverwendbar nach Reinigung" (Reusable Dust). Ein A2P3 RD ist also ein hochwertiger Kombinationsfilter für gemischte Belastungen aus Gasen und Partikeln, wie sie bei der Spritzlackierung typisch sind.
Kann ich eine Halbmaske mit Brille kombinieren?+
Grundsätzlich ja, aber praktisch oft schwierig. Brillenbügel können die Dichtung der Halbmaske beeinträchtigen, und die Brille beschlägt leicht durch die feuchte Atemluft. Wer Brille trägt und regelmäßig lackiert, sollte über einen Helm mit Visier (z. B. Sundström SR 570) oder ein Atemschutzgebläse mit integriertem Visier nachdenken. Beide Lösungen bieten kombinierten Augen- und Atemschutz ohne Beschlagen.
Lohnt sich der Aufpreis für ein Atemschutzgebläse?+
Für gelegentliche Lackierarbeiten reicht eine hochwertige Halbmaske – das Atemschutzgebläse wäre überdimensioniert. Wer aber mehrere Stunden am Tag oder beruflich spritzlackiert, profitiert von deutlich höherem Tragekomfort, längerer Einsatzdauer ohne Erschöpfung und maximalem Schutz (Schutzklasse TH3). Der Aufpreis amortisiert sich über die längere Lebensdauer und das deutlich angenehmere Arbeiten. Im professionellen Lackierbetrieb ist ein Gebläsegerät heute Standard.
Wie reinige und lagere ich Atemschutzmasken richtig?+
Nach jedem Einsatz die Maske gründlich mit milder Seifenlauge oder einem speziellen Reinigungsmittel abwischen, mit klarem Wasser nachspülen und an der Luft trocknen lassen. Filter zwischen den Einsätzen luftdicht verpacken (z. B. im Zip-Beutel) und dunkel lagern. Die Masken selbst gehören in einen sauberen, trockenen Behälter – nicht offen in der Werkstatt liegen lassen. Bei Schäden an Ventilen, Dichtlinien oder Riemen die Komponenten direkt ersetzen.
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Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Halbmasken für gelegentliche Lackierarbeiten – mit A2-Filter beim Lacknebel
- ✓ Atemschutzgebläse für professionelle Daueranwendung – maximaler Komfort und Schutz
- ✓ Filterklassen: A2 für Lacke, P3 für Partikel, ABEK1 als Universal-Kombi
- ✓ Marken: Sundström SR-Serie und Sata Air Star F – professioneller Standard
- ✓ 2K-Lacke und Isocyanate – immer mit Gebläsegerät oder Vollmaske arbeiten
Warum Atemschutz beim Lackieren unverzichtbar ist
Beim Lackieren entstehen Lacknebel-Aerosole in der Luft – winzige Tropfen aus Lack, Härter, Lösemitteln und Pigmenten. Diese Partikel sind so klein, dass sie tief in die Lunge gelangen und sich dort ablagern. Besonders gefährlich sind Isocyanate aus 2K-PUR-Lacken, organische Lösemittel und chromhaltige Pigmente. Wer regelmäßig ohne Atemschutz lackiert, riskiert chronische Atemwegserkrankungen, Sensibilisierungen und Berufsasthma.
Der Schutz beim Spritzlackieren ist daher gesetzlich vorgeschrieben. Die Gefahrstoffverordnung und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) verlangen geeigneten Atemschutz, sobald die Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten werden – beim Spritzlackieren ist das praktisch immer der Fall. Auch beim Schleifen lackierter oder grundierter Flächen entsteht Staub, der eingeatmet zu Lungenproblemen führt.
Die 4 Atemschutz-Kategorien im Überblick
Wir gliedern unser Atemschutz-Sortiment in vier eigene Unterkategorien für unterschiedliche Schutzanforderungen:
| Kategorie | Funktion | Einsatz |
| Halbmasken | Mund und Nase geschützt, Filter aufschraubbar | Kurze bis mittlere Lackierarbeiten |
| Atemschutzgebläse | Aktive Luftversorgung mit Akku und Filtern | Professionelle Daueranwendung |
| Atemfilter & Zubehör | Wechselfilter A1/A2/P3/ABEK, Vorfilter | Verbrauchsmaterial für alle Masken |
| Schutzhauben & Helme | Vollgesichtsschutz mit Visier | Lackierarbeiten mit Augenschutz |
Halbmaske oder Atemschutzgebläse?
Die Grundsatzentscheidung beim Atemschutz: Reicht eine klassische Halbmaske mit Wechselfilter oder lohnt sich das Atemschutzgebläse?
| Aspekt | Halbmaske | Atemschutzgebläse |
| Tragekomfort | Spürbarer Atemwiderstand | Aktiver Luftstrom, kein Widerstand |
| Tragedauer | 2–4 Stunden ohne Pause | 8–10 Stunden mit Akku |
| Schutzklasse | Bis FFP3 / A2P3 | TH3 (höchste Klasse) |
| Hitze und Schweißbildung | Bei Wärme unangenehm | Kühlende Frischluftzufuhr |
| Brillenträger | Beschlagen oft | Helm mit Visier integrierbar |
| Anschaffungskosten | 50–150 € | 1.500–3.000 € |
| Ideal für | Hobby, gelegentliche Arbeit | Profi, Daueranwendung |
Für den gelegentlichen Heimwerker reicht in der Regel eine hochwertige Halbmaske wie die Sundström SR 100 Premium Pack mit aufgesetzten A2- oder ABEK-Filtern. Wer mehrere Stunden am Tag oder beruflich lackiert, sollte zu einem Atemschutzgebläse wie der Sundström SR 500 mit Helm SR 570 oder zum Sata Air Star F greifen. Der höhere Tragekomfort und die deutlich längere Einsatzdauer rechtfertigen die Investition.
Filterklassen verstehen – A, B, E, K und P
Atemfilter sind nicht alle gleich. Je nach Schadstoff brauchen Sie unterschiedliche Filter:
| Filter | Schützt vor | Anwendung |
| A (braun) | Organische Gase und Dämpfe (Lösemittel, Verdünner) | Spritzlackierung, Lackieren mit lösemittelbasierten Produkten |
| B (grau) | Anorganische Gase (Chlor, Cyanwasserstoff) | Spezielle Industrieanwendungen |
| E (gelb) | Saure Gase (SO2, HCl) | Galvanik, säurebasierte Reiniger |
| K (grün) | Ammoniak und Ammoniak-Verbindungen | Düngemittel-Industrie, Kältetechnik |
| P (weiß) | Partikel und Aerosole (Lacknebel, Schleifstaub) | Spritzlackierung, Schleifarbeiten |
| ABEK | Kombinationsfilter aller vier Gas-Klassen | Universal-Filter für gemischte Belastung |
Zusätzlich gibt es Klassenstufen 1, 2 und 3. Die Zahl gibt die maximale Schadstoffkonzentration an, gegen die der Filter schützt. A2 ist die häufigste Filterklasse für Lackierarbeiten mit lösemittelbasierten Lacken, P3 die höchste Partikelfilter-Klasse für Lacknebel und Schleifstaub. Bei 2K-Lacken mit Isocyanaten ist ein Kombinationsfilter A2:P3 RD Pflicht – nur er hält gleichzeitig Gase und Partikel zurück.
Welcher Atemschutz für welche Tätigkeit?
| Tätigkeit | Empfohlener Atemschutz | Filter |
| Spritzlackierung 1K-Wasserlack | Halbmaske oder Gebläsegerät | A1 oder A2 |
| Spritzlackierung 1K-Lösemittellack | Halbmaske oder Gebläsegerät | A2 oder A2P3 |
| Spritzlackierung 2K-PUR-Lack | Atemschutzgebläse zwingend | A2P3 oder ABEK1P3 |
| Raptor-Schutzlack spritzen | Atemschutzgebläse zwingend | A2P3 Kombinationsfilter |
| Streichen mit Lasur (innen) | Halbmaske bei Lösemittellack | A1 |
| Schleifen lackierter Flächen | Halbmaske ausreichend | P3 |
| Reinigung von Spritzanlagen | Vollmaske oder Gebläsegerät | A2 oder ABEK |
| Altanstrich mit Abbeizer entfernen | Vollmaske mit ABEK-Filter | ABEK1 oder höher |
Marken in unserem Atemschutz-Sortiment
- Sundström – schwedischer Spezialist für professionellen Atemschutz mit der bewährten SR-Serie. Komplettsystem aus Halbmasken (SR 100), Gebläsegeräten (SR 500), Helmen mit Visier (SR 570) und allen Wechselfiltern (SR 217 A1, SR 218 A2, SR 297 ABEK1, SR 510 P3).
- Sata – deutscher Lackiertechnik-Hersteller mit dem Air Star F als Vollgesichts-Atemschutzgebläse für die professionelle Spritzlackierung.
?? Tipp aus der Praxis
Atemfilter haben ein Verfallsdatum – ungeöffnet meist 5 bis 6 Jahre. Sobald die Verpackung geöffnet ist, sind Gasfilter nur noch 6 Monate verwendbar, auch wenn sie nicht benutzt werden. Die aktive Filterzeit hängt von Schadstoffkonzentration und Atemfrequenz ab. Faustregel: Sobald Sie durch den Filter den Lack riechen oder schmecken, ist er gesättigt und muss sofort gewechselt werden.
Die 5 häufigsten Fehler beim Atemschutz
- 1Staubmaske statt Lackiermaske: Eine FFP2- oder FFP3-Staubmaske schützt nur vor Partikeln, nicht vor Gasen und Lösemitteln. Für Lackierarbeiten ist eine Halbmaske mit A2-Filter Pflicht – die Staubmaske reicht nicht.
- 2Filter zu lange in Verwendung: Geöffnete Gasfilter sind nach 6 Monaten verbraucht – auch ohne aktiven Einsatz. Lassen Sie die Filter zwischen den Einsätzen in einem luftdichten Beutel.
- 3Bart unter der Maske: Eine Halbmaske dichtet nicht ab, wenn Barthaare zwischen Dichtlinie und Haut sind. Beim Spritzlackieren entweder vor jedem Einsatz rasieren oder zu einem Atemschutzgebläse mit Helm wechseln.
- 4Falsche Filterauswahl: Ein P3-Partikelfilter schützt vor Lacknebel, aber nicht vor Lösemitteldämpfen. Wer dauerhaft mit lösemittelbasierten Lacken arbeitet, braucht zwingend einen Kombinationsfilter A2P3.
- 5Dichtsitz nicht geprüft: Nach dem Aufsetzen die Maske kurz mit der Hand über den Filter halten und einatmen. Bei korrekter Dichtung muss die Maske leicht ans Gesicht angesaugt werden. Dringt Luft durch, ist die Dichtung defekt oder die Maske passt nicht.
Atemschutz im Kontext der Werkstatt-Ausstattung
Atemschutz allein ist nicht alles. Eine vollständige Persönliche Schutzausrüstung (PSA) beim Lackieren umfasst neben dem Atemschutz auch passende Overalls aus Tyvek oder Polyester, lacksichere Schutzhandschuhe aus Nitril und einen geeigneten Helm mit Visier. Die gesamte Ausstattung finden Sie übersichtlich in der Hauptkategorie Arbeitsschutz & Kleidung.
Wer regelmäßig spritzlackiert, sollte zusätzlich an die Raumlüftung denken. Eine Farbnebelabsaugung reduziert die Schadstoffkonzentration im Arbeitsraum deutlich und entlastet damit auch die Filterstandzeit. Bei der Auswahl der passenden Lackierpistolen achten Sie auf moderne HVLP- oder RP-Düsen mit geringerer Aerosolbildung – sie reduzieren die Lacknebel-Konzentration zusätzlich.